Schultüte basteln: 6 Ideen für Kindergarten und Hort
Die Schultüte ist das einzige Bastelstück des Jahres, das ein Kind später auf einem Foto wiedererkennt. Entsprechend groß ist der Anspruch – und entsprechend oft geht sie schief, weil sie zu früh zusammengeklebt oder zu spät angefangen wird. Die sechs Schritte hier führen der Reihe nach vom flachen Rohling bis zur gefüllten Tüte, jeder mit Altersangabe und dem Zeitbedarf für eine ganze Gruppe.
Die Bilder auf dieser Seite sind mit KI erstellt.
1. Den Rohling gestalten
ab 4 Jahren · 45 Minuten plus Trockenzeit
Es gibt zwei Rohlinge, und die Wahl entscheidet über die Technik. Der aus Fotokarton ist 300 Gramm stark und kommt zu zehnt in fünf Farben – glatte Fläche, auf der Farbe, Stifte und Kleber gleichermaßen halten. Der aus 3D-Wellpappe kommt zu fünft in einer Farbe, gibt es in elf Farben und hat eine geriffelte Oberfläche: schön griffig, aber feine Linien verschwinden in den Rillen.
Beide sind vorgestanzt und ungefähr achtundsechzig Zentimeter hoch. Für Wellpappe eignen sich große Formen und dicke Stifte, für Fotokarton geht beides. Wer mit vier- und fünfjährigen Geschwisterkindern arbeitet, nimmt Fotokarton – dort lässt sich ein misslungener Strich noch überkleben.
2. Motive und Formen aufkleben
ab 4 Jahren · 30 Minuten
Glitter-Moosgummi ist hier das dankbarste Material: zehn Bögen in zehn Farben, je einundzwanzig mal dreißig Zentimeter bei zwei Millimetern Dicke, weich genug für die Kinderschere und fest genug, dass die Form beim Aufkleben nicht einreißt. Sterne, Punkte und Wellen gelingen freihändig, für gleichmäßige Formen nimmt man einen Motivstanzer.
Geklebt wird mit dem Klebestift, nicht mit Flüssigkleber – der weicht den Karton auf und wellt ihn. Wackelaugen in elf Größen machen aus jeder Form ein Tier, und ein Streifen Transparentpapier unter aufgeklebten Fenstern leuchtet, wenn die Tüte gegen das Licht gehalten wird.
3. Die Manschette aus Krepp
ab 5 Jahren · 20 Minuten
Erst wenn die Tüte gerollt und verklebt ist, kommt der Abschluss oben. Eine Bahn Bastelkrepp wird längs zusammengelegt, innen an den Rand geklebt und außen aufgestellt, sodass ein Kragen entsteht. Eine Rolle misst zweihundertfünfzig mal fünfzig Zentimeter – das reicht für mehrere Tüten.
Zwei Dinge sind wichtig: Krepp ist nicht nassfest und färbt ab, also nicht mit feuchten Händen arbeiten und nicht auf helle Kleidung legen. Und die Manschette wird nur oben angeklebt, nie zugebunden – das Band kommt erst beim Füllen, sonst passt nichts mehr hinein.
Rohlinge, Moosgummi und Krepp
4. Was in die Tüte kommt
alle Altersstufen · 15 Minuten
Eine Schultüte, die nur aus Süßem besteht, ist am dritten Tag leer und vergessen. Was bleibt, sind die Dinge, die im Schulalltag gebraucht werden: das Vorschul-Set mit zwölf Junior-Buntstiften, Bleistift, Spitzer mit Radierer und einem Reißverschlussetui, dazu dreieckige Schreiblernstifte mit acht Millimetern Durchmesser und bruchfester Mine.
Die Dreiecksform ist kein Zufall, sondern hält die Finger von selbst im richtigen Griff – der Grund, warum sie in der Vorschule empfohlen wird. Wer mag, legt etwas Süßes obenauf; die Mischung entscheidet, ob die Tüte ein Geschenk oder eine Tüte Zucker ist.
5. Reflektoren für den neuen Schulweg
ab 4 Jahren · 20 Minuten
Mit der Schule ändert sich der Weg, und im Herbst wird er dunkel. Der selbstklebende Reflektor-Sticker mit sieben Zentimetern Durchmesser lässt sich mit einem Permanentmarker frei gestalten – das ist die Bastelidee, die tatsächlich etwas nützt. Jedes Kind bemalt seinen eigenen und klebt ihn auf die Tasche.
Dazu passen die Klick-Reflektoren, zwei Bänder mit dreiunddreißig Zentimetern, die sich mit einem Schlag von selbst um Arm oder Tasche rollen, und der Reflektorbär als Schlüsselanhänger mit sieben mal fünf Zentimetern. Alle drei passen längs in die Tüte, ohne Platz wegzunehmen.
6. Das Etui gestalten
ab 5 Jahren · 25 Minuten plus Trockenzeit
Im Vorschul-Set steckt ein Reißverschlussetui aus flexiblem Material, und das ist die stillste gute Idee auf dieser Seite: Es wird mit Textilfilzstiften gestaltet, acht kräftige Farben, die auf Stoff nicht auslaufen. Ein Blatt Papier kommt vor dem Malen ins Etui, damit nichts auf die Rückseite durchdrückt.
Nach dem Trocknen von links bügeln – erst dann sind die Farben waschfest. Anders als die Tüte, die nach zwei Wochen im Altpapier landet, begleitet das Etui das Kind durch das ganze erste Schuljahr.
Inhalt und Sichtbarkeit
Schultüten-Rohlinge, Moosgummi, Krepp, Stifte und Reflektoren findest du in unserer Kategorie Schulstart & Schultüte.
Häufige Fragen zum Schultüten-Basteln
Wie groß ist eine Schultüte?
Die vorgestanzten Rohlinge sind etwa achtundsechzig Zentimeter hoch – ungefähr so groß wie ein Vorschulkind vom Boden bis zur Hüfte. Plane beim Basteln entsprechend Tischfläche und einen Platz zum Aufbewahren ein, an dem die Spitzen nicht knicken.
Fotokarton oder Wellpappe – was ist besser?
Fotokarton mit 300 g/m² hat eine glatte Fläche, auf der Farbe, Stifte und Kleber gleichermaßen halten, und verzeiht Fehler. 3D-Wellpappe ist griffiger und gibt es in elf Farben, feine Linien verschwinden dort aber in den Rillen.
Wann klebt man die Schultüte zusammen?
Erst ganz zum Schluss. Der Rohling wird flach bemalt und beklebt und erst gerollt, wenn alles trocken ist. Danach kommt die Manschette aus Krepp, und das Band wird erst beim Füllen gebunden.
Was gehört außer Süßigkeiten in die Schultüte?
Dinge, die im Schulalltag gebraucht werden: Buntstifte, Schreiblernstifte, ein Etui, ein Spitzer mit Radierer. Reflektoren für den neuen Schulweg sind der Klassiker, an den zu Hause selten jemand denkt.